Die besondere Aufmerksamkeit der Galiziendeutschen galt und gilt der Bewahrung ihres Kulturgutes, seiner Sammlung, Archivierung und Auswertung. Mit dem galiziendeutschen Heimatarchiv liegt zur Geschichte und Kulturgeschichte der Galiziendeutschen eine singuläre Heimatsammlung und Dokumentation vor in Nachlässen, Buch, Periodika, Bildern und Archivfilmen.
Daraus lassen sich fast alle Fragen beantworten
Ebenso vorhanden sind Eindrücke von Reisen in die frühere Heimat, die Begegnung mit den heute dort lebenden Menschen und vieles andere mehr.
Insbesondere die Sammlung von systematisch aus Archiven in der Ukraine und in Polen be-schafften Archivfilme ist im Vergleich der Heimatsammlungen einzigartig. Genannt seien hier nur die Lemberger Pfarramts- und Superintendentialakten von 1778-1939 aus dem Zentralen Historischen Archiv Lemberg (Lviv). Ca. 100 Mikrofilme bieten für alle Nutzungsformen, von der Wissenschaft bis zur Erinnerung, großartige Möglichkeiten. Um die Transparenz und allgemeine Zugänglichkeit der jetzigen und zuwachsenden Bestände für die Forschung und wissenschaftliche Aufarbeitung der galiziendeutschen Geschichte langfristig und dauerhaft zu gewährleisten, haben Vorstand und Vertrauensleute des Hilfskomitees Anfang des Jahres 2011 beschlossen, das Archiv der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek in Herne zu übergeben. Mit über 200.000 Titeln und 400 laufend gehaltenen Periodika ist sie die größte Spezialbibliothek zur Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa in Deutschland.
Da die Erschließung der übernommenen galiziendeutschen Bestände eine geraume Zeit in Anspruch nehmen wird, ist eine Benutzung vermutlich erst ab März 2012 möglich.
Diesbezügliche Anfragen richten Sie bitte an:
Martin-Opitz-Bibliothek Berliner Platz 5 44623 Herne Tel.: 0 23 23 / 16 28 05 Fax: 0 23 23 /16 26 09